Wenn Waldi Flöhe hat, …

dann sollte schnell und entschlossen gehandelt werden. Die Flöhe sind nämlich nicht nur eine Plage für das Tier.
Sie sind vor allem auch Überträger von Krankheiten. Der bei Hund und Katze häufigste Bandwurm (Gurkenkernbandwurm) wird von Flöhen übertragen. Beim Saugvorgang gehen zudem Bakterien und Viren auf das Tier über. Bei engem Kontakt mit dem Tier können Krankheiten auch auf den Menschen übertragen werden. Das betrifft sowohl die Übertragung des Bandwurms alsauch bakterieller Infektionen. Ohnehin muss mit Hautrötungen, allergischen Reaktionen der Haut und
aufgrund des starken Juckreizes mit Folgeinfektionen gerechnet werden.

Sind es auch wirklich Flöhe?

Häufiges Kratzen sowie unruhiges, unter Umständen auch aggressives Verhalten können auf Flohbefall hinweisen.
Floheier und Flohkot zeigen sich auf Schlafdecke und im Fell des Tieres als Gemisch von weißen und dunklen Partikeln.
Nach Auskämmen der Partikel mit einem Flohkamm kann man durch Zerreiben der dunklen Krümel in einem angefeuchteten Papiertaschentuch auf eine braune bis rote Verfärbung prüfen. Diese ergibt sich durch Ausscheidung unverdauten Blutes im Flohkot.

Wie werde ich Herr der Lage?

1.) Zunächst müssen die vorhandenen Flöhe abgetötet werden. Zu diesem Zweck befinden sich im Handel Shampoos, Puder,
Sprays sowie äußerlich aufzutragende Lösungen. Sie sind gekennzeichnet durch bequeme Anwendung im Schulter- bzw.
Nackenbereich, schnelle und effektive Abtötung (teilweise schon nach 24 Stunden) der Flöhe sowie mehrwöchige Schutzwirkung vor erneutem Flohbefall.
Eine Übersicht geeigneter Präparate zur Parasitenbekämpfung
bei Hund und Katze kann unter folgendem Link aufgerufen werden:

www.bahnhof.apo-hal.de/Rund-um-das-Tier/HUND/Parasitenbekaempfung:::82_83_85:2.html

2.) Über 90 % der Flohstadien, vornehmlich Eier, Larven und Puppen, sind allerdings nicht am Tier selbst zu finden.
Sie sind in der Tieresumgebung anzutreffen: Schlafkorb, Decken, Teppich. Aber auch Kofferraum bzw.
Rücksitz im Auto sowie Hundehütte dürfen beispielsweise nicht vergessen werden. Zur Vermeidung einer unkontrollierten Ausbreitung der Flöhe muss der Entwicklungscyclus des Flohs noch vor dem Verpuppungsstadium durchbrochen werden. Zur besseren Veranschaulichung:

3 bis 48 Stunden nach der Blutmahlzeit erfolgt die Eiablage;
5 bis 11 Tage später schlüpfen die Larven, die sich dann
verpuppen.

Es muß also schnell und durchgreifend gehandelt werden:

Ein Umgebungsspray bietet sich besonders für schwer zugängliche Bereiche (hinter Schränken, Schlafplätze, Teppiche usw.)an. Gegenstände werden aus 50 cm Entfernung wenige Sekunden besprüht, 2 Stunden einwirken lassen, danach ca. 1 Stunde gelüftet. Als Zusatzmaßnahmen haben sich gründliches Saugen (Beutel anschl. vernichten)sowie dienstag
60-°C-Reinigung von Waschbarem bewährt.

3.) Da Flöhe potentielle Überträger des Bandwurms sind, sollte sich der Flohbehandlung eine Wurmkur gegen Bandwurmbefall anschließen.

Im Anschluß sollte an die Pflege des durch Flohbefall strapazierten Fells gedacht werden.
Dann freuen wir uns alle, dass es Waldi wieder gut geht.

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Über clubdertierliebhaber

Dr. Bruno Schöffmann, Inhaber der Bahnhof-Apotheke Halle

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